Geschichte der SAR

1960: Gründung der "Kommission für Rehabilitation der Schweiz. Gesellschaft für Physikalische Medizin". Max. Anzahl Mitglieder: 30
1967: Namensänderung in "Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation SAR". Zulassung von VertreterInnen von med. Fachgesellschaften.
1983: SAR wird aus einem ärztlichen zu einem interdisziplinären Gremium, das allen Rehabilitationsberufen offen steht.
1986: Antrag auf Auflösung wegen rückläufiger Beteiligung an den Anlässen
Seit 1986 stetiges Wachstum an Aktivitäten.

Präsidenten des SAR von 1960 bis heute

2016   Stephanie Garlepp, Neurorehabilitation und Paraplegiologie Basel
2008-2016   Dr. H.P. Gmünder, Nottwil
2000-2008   Dr. B. Knecht, Affoltern a. Albis
1994-2000   Dr. H. Rentsch, Luzern
1989-1994   Dr. C. Heinz, Bellikon
1986-1989   Dr. N. Gerber, Bern
1983-1986   Dr. Ch. P. Jaggi, Gland
1977-1983   Dr. H. J. Hachen, Genf
1967-1977   Dr. W.M. Zinn, Bad Ragaz
1960-1967   Dr. W. Belart, Zürich

Aus der Geschichte der SAR

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation SAR hat eine kurze, aber bewegte Vergangenheit.

Die SAR ist aus der "Kommission für Rehabilitation der Schweiz. Gesellschaft für Physikalische Medizin" hervorgegangen, die 1960 gegründet wurde. Schon von Beginn an arbeiteten Vertreter zahlreicher medizinischer Fachgesellschaften in der Kommission mit. Bereits an der ersten Kommissionssitzung wurde deshalb die Abkoppelung von der Schweiz. Gesellschaft für Physikalische Medizin beschlossen. Erster Präsident der Kommission war Dr. W. Belart aus Zürich. Viele prominente Mitarbeiter prägten die weitere Entwicklung, so Prof. M. Mumenthaler (Neurologie, Bern), Dr. E. Le Grand (Polio-Spezialist und IV Kommissionsarzt, Langenthal), Prof. B. Steinmann (Loryspital, Bern), Dr. iur. F. Nüscheler (Gründer Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für die Eingliederung Behinderter, Zürich), Prof. G. Weber (Neurochirurg, damals Zürich) und Prof. H. Nigst (Handchirurgie, Basel).

Namensänderung
1967 wurde das Präsidium an Dr. W.M. Zinn (Bad Ragaz) übergeben. Es erfolgte die Namensänderung in "Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation SAR". Gleichzeitig wurde auch der auf 30 Mitglieder festgelegte Numerus clausus fallen gelassen und es wurden Vertreter aller medizinischen Fachgesellschaften als Verbindungsleute und Referenten in die SAR einbezogen. Im Hinblick auf die zunehmende internationale Vernetzung der Medizin wurde 2012 die SAR mit der englischen Bezeichnung „Swiss Assisciation of Rehabilitation“ ergänzt.

Öffnung zum interdisziplinären Gremium
Eine grundlegende und zukunftsweisende Neuerung erfolgte 1983. Die bisher rein ärztliche Arbeitsgemeinschaft wurde zu einem interdisziplinären Gremium, das grundsätzlich allen Rehabilitationsberufen offen steht. Damit wurde die für die Rehabilitation grundsätzlich ausschlaggebende Arbeitsweise im multidisziplinären Team in die Praxis umgesetzt.

Die SAR blieb auch nicht vor Krisen verschont. Die Beteiligung an den Anlässen der Arbeitsgemeinschaft ging derart stark zurück, dass 1986 ein Antrag zur Auflösung gestellt wurde. Es war in erster Linie das Verdienst des engagierten und überzeugenden Einsatzes von Prof. Gerber, dass die Gemeinschaft überlebte. Unter der Führung von Niklaus Gerber wurde die interdisziplinäre Zusammenarbeit tatkräftig gefördert und die Veranstaltungen wurden auf diese Teamzusammenarbeit ausgerichtet. Das führte rasch zu einer deutlichen Steigerung des Interesses an der SAR und die Teilnehmerzahlen an den Veranstaltungen stiegen eindrücklich an.

Die Interessengemeinschaften bilden die SAR
Am Ende der Präsidentschaft von Dr. Beat Knecht wurde ein wichtiges Projekt eingeleitet, „Die IGs bilden die SAR“, welches Anfang 2011 abgeschlossen wurde. Mit Abschluss dieses Projektes wurde aus der lockeren Assoziation der verschiedenen rehabilitativen Interessengemeinschaften mit der SAR eine echte interdisziplinäre SAR. Diese Strukturen bilden heute die Basis für die Grundidee der SAR einer modernen interdisziplinären Rehabilitationsmedizin, welche gleichzeitig die Verbindung mit hoch spezialisierten fachlichen Schwerpunkten fördert. Die SAR zählte per30.6.2016 ca. 1‘000Mitglieder aus den verschiedensten rehabilitativen Berufsgruppen.

Vernetzung ins Ausland
Ab 2011 kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit im Rahmen von Kongressen, Workshops und Publikationen mit der Arbeitsgruppe ICF des Fachbereichs „Praktische Sozialmedizin und Rehabilitation“ der DGSMP sowie auch mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation BAR. Einen Schwerpunkt bildete die Entwicklung einer Klassifikation für die Person bezogenen Faktoren, welche in der ICF nicht klassifiziert sind, in der Rehabilitation jedoch von entscheidender Bedeutung sind. Zuletzt haben Vertreter der SAR an der Publikation des „ICF-Praxisleitfaden 2 für Medizinische Rehabilitationseinrichtungen“ der BAR mitgewirkt.

Kernthema Bildung und Interdisziplinarität
Einen Schwerpunkt der SAR-Aktivitäten bilden die Bildungsthemen, welche unter  durch die jährlichen SAR-Foren ICF-Grund- und Anwenderkursen und ganz wesentlich durch die verschiedenen Fortbildungen der Interessengemeinschaften umgesetzt werden. Das SAR-Forum findet ca. alle 2-3 Jahre gemeinsam  mit der Schweizerischen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation statt.

Breites thematisches Spektrum
Die Thematik der Tagungen der letzten Jahre belegt das breite Interesse der SAR und die gute Zusammenarbeit mit zahlreichen medizinischen Fachgesellschaften:

2016

Herausforderungen der Rehabilitation

2015

SAR Forum im Rahmen des Reha Schweiz Kongresses

2014

Dysphagie und Ernährung - Alles klar?!

2013

Ethik - Monethik 

2012

Angehörige der interdisziplinären PartnerInnen; Die neuen Health Professionals?!

2011

Kontroversen bei Osteoporose und Wirbelsäulenleiden (mit SVGO und SGS)

2010

Get together (mit SGPMR, SGSM, SGSS, SIM)

2009

Muskuloskelettale Rehabilitation - Evidenz und Kompetenz (mit SGPMR)

2008

Neurorehabilitation - Partizipation und Kontext (mit SGPMR und SGNR)

2007

Zielsetzung in der Rehabilitation

2006

Neues in der Rehabilitation (mit SGPMR)

2005

Sterbehilfe - ein Thema in der Rehabilitation?

2004

Rehabilitation des Schwerverletzten Gemeinsam zum Ziel (mit SGPMR, SVV)

2003

Diagnostik und Behandlung von chronischen Schmerzen

2002

Rehabilitation als interdisziplinäre Zusammenarbeit Alle ziehen am gleichen Strick (Veranstaltung der SAR zusammen mit der SGPMR)

2001

Messen in der Rehabilitation

2000

ICIDH-2 (Veranstaltung der SAR zusammen mit der SGPMR)

1999

Assessment und Qualität in der Rehabilitation

1998

Rehabilitation und Arbeit, Lebensqualität und Freizeit (Veranstaltung der SAR zusammen mit der SGPMR)

1997

Rehabilitation bei chronischen Schmerzen

1996

Der kardiopulmonal limitierte Patient in der Rehabilitation

1995

Vortrag von Susan Isernhagen Work Injury Management and

Ergonomics in the USA

1994

Assessment-Systeme in der Rehabilitation

1993

Morbus Parkinson Klinische Grundlagen, Betreuungsfragen und Rehabilitation

1992

Die Rehabilitation Beinamputierter

1991

Rehabilitation von Alkoholkranken in Spital und Praxis

1991

Rehabilitation von Fremdarbeitern

1990

Die Rehabilitation des Rauchers

1990

Atem-Rehabilitation bei neuromuskulären Erkrankungen

1989

Kardiale Rehabilitation: Eine interdisziplinäre Aufgabe

1989

Der Rollstuhl, Mittel zur Überwindung einer Behinderung

1988

Technische Hilfsmittel für Körper- und Sinnesbehinderte

1988

Demenz (Behandlungsmöglichkeiten, Betreuung, Rehabilitation)

1987

Barrierenfreie Architektur und Selbständigkeit Behinderter

1987

Dekubitus (Prophylaxe und Therapie)

1986

Rehabilitation von Hirnverletzten

1985

Rehabilitation von Atembehinderten

1984

Physio- und Ergotherapie in der Hauspraxis